Die Rolle der Wegmarkierungen

Jeder Wanderweg sollte eine (für die nähere Umgebung) einzigartige Markierung besitzen. Neben den Wegweisern zeigen sie zum Großteil den Verlauf einer Route an und befinden sich in regelmäßigen Abständen entlang ihrer Wege. Auch an Kreuzungen werden Wegmarkierungen oder auch Wegmarken angebracht, vor allem wenn sich dort kein Wegweiser befindet. Für regionale Wanderwege gibt es folgende Markierungen zur Auswahl:

grüner Strich

grüner Punkt

gelber Strich

gelber Punkt

Manche Wanderwege besitzen eine eigene Markierung, wie beispielsweise der Jakobsweg (gelbe Muschel auf blauem Grund). Andere Markierungen mit den Farben blau und rot sind den überregionalen, nationalen und internationalen Wanderwegen vorbehalten, sie dürfen für regionale Wanderwege nicht verwendet werden. 

Abhängig vom Terrain

Je nachdem in welcher Umgebung der Wanderweg verläuft können Wegmarken auf unterschiedliche Weise angebracht werden.

Bäume
Die häufigste Form der Wegmarkierung erfolgt mithilfe von Bäumen. Hier wird über Farbe und Pinsel (oder auch Farbdose) die Markierung möglichst baumschonend an der Rinde angebracht.

Bei Bäumen kann neben Witterung auch eine weitere Art der "Abnutzung" einer Markierung beobachtet werden. Da der Baum mit der Zeit größer und breiter wird, entstehen Farblücken in der gemalten Markierung, welche die Erkennbarkeit verringern und die Farbschicht anfälliger für Witterung machen können.

Eine andere Möglichkeit ergibt sich durch das Befestigen von Markierungsplättchen. Diese bestehen meist aus Kunststoff oder Aluminium und werden ebenfalls mit Aluminiumnägeln oder -schrauben am Baum festgemacht.

Solche Nägel gelten als besonders baumfreundlich, da sie den Baum im Wachstum nicht schädigen. Sie werden von der BBA (Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft) für das Aufhängen von Nisthöhlen vorgeschrieben und sind seit Jahrzehnten weltweit in der Forstwirtschaft erfolgreich im Einsatz. Zudem schützen Nägel und Schrauben aus dem weichen Metall Sägeblätter in der späteren Holzverarbeitung.

Eine weitere Art der Anbringung der Plättchen geschieht über Klebstoffe. Solche geklebten Wegmarken werden bereits in anderen Wandergebiete wie bspw. in Pirna oder im Vogtland erfolgreich benutzt.

Pfähle, Masten und Verkehrszeichen

In bewohnten Gebieten oder entlang von befahrenen Straßen mit wenigen Bäumen bieten sich Laternenpfähle, kabelführende Masten und ähnliche Bauwerke abenfalls als Markerierungsträger an. Da diese in regelmäßigen Abständen aufgestellt sind, meist an Straßen verlaufen und eine feste und bemalbare Oberfläche haben, werden diese bereits auch häufig genutzt. Ältere Markierungen sind meist anhand von verblichener oder abblätternder Farbe zu erkennen. Da es sich bei solchen Pfählen und Masten (meist) um Gemeindeeigentum handelt, ist es notwendig sich die Genehmigung der zuständigen Institution einzuholen.

Im freien Feld können extra Holzpfosten in den Boden geschlagen werden (mit Genehmigung des Grundstückeigentümers), um Wegmarkierungen anzubringen. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass der Holzpfosten über eine metallene Schien im Boden verankert wird, um Verwitterungsprozesse zu vermeiden.

Eine weitere Möglichkeit bieten Verkehrszeichen, gerade im Kreuzungsbereich. Da die Stangen von Verkehrszeichen eher glatt und sehr schlank sind wird hier meist auf Aufkleber zurückgegriffen. Das spart Zeit und Aufwand, allerdings kann es passieren, dass solche geklebten Markierungen in der Masse von anderen Aufklebern untergehen können. Trotzdem sind die AUfkleber gerade im städtischen Bereich eine gute Alternative.